Ratgeber

Store Design

Verkaufsraumgestaltung

verkaufsfördernd und kundenbindend

Store Design: Auf Kundenbedürfnisse ausgerichtete Verkaufsraumgestaltung

Ob Einzelhandel, Mode-Boutique oder exklusives Möbelhaus – wer sich mit seinen Produkten und Leistungen überzeugend darstellen will, braucht ein durchdachtes, ganzheitliches Store Design. Denn mit der richtigen Ladengestaltung motiviert man Kunden nicht nur zum Stöbern und Verweilen, sondern überzeugt sie auch davon, regelmäßig wiederzukommen. Worauf es bei einem erfolgreichen Store Design ankommt und welche Ebenen dabei zu berücksichtigen sind, verrät der nachfolgende Beitrag.

Store Design in Kürze

  • Maßnahmen: Store Layout, Navigation des Kundenstroms, Zoneneinteilung, Sinnesansprache
  • Anbieter: Unternehmen aus dem Ladenbau
  • Ziele: verkaufsfördernde und kundenbindende Ladengestaltung
  • Herausforderung: Kundenbedürfnisse evaluieren und auf allen relevanten Ebenen umsetzen

Was bedeutet Store Design?

Store Design lässt sich am besten mit den Begriffen Verkaufsraumgestaltung oder Ladengestaltung umschreiben. Dahinter verbirgt sich ein umfangreiches Konzept, das die Gestaltung sämtlicher Ebenen des Point-of-Sale umfasst – von der Auswahl der Einrichtung über deren Platzierung bis hin zu Elementen wie Licht, Duft und akustischer Kulisse. Ein gelungenes Store- bzw. Ladenbau-Design hat positive Effekte auf Verkaufsförderung und Kundenbindung.

Warum ist ein gelungenes Store Design so wichtig?

Die Herausforderung, Kunden in die eigenen Räumlichkeiten zu locken, wird für den stationären Handel immer größer, denn der Online-Handel ist eine starke Konkurrenz. Um der stetig wachsenden Macht des Online-Handels etwas entgegenzusetzen, muss der stationäre Einzelhandel seinen Kunden ein ganzheitliches Einkaufserlebnis bieten, das von A bis Z durchdacht ist und deren individuelle Bedürfnisse berücksichtigt.

Eine optimale Ladengestaltung erzeugt Wohlfühlstimmung auf mehreren Ebenen – das wiederum wirkt sich verkaufsfördernd und kundenbindend aus. Eine unstimmige Strategie beim Design kann dagegen schnell gegenteilige Effekte auslösen: Kunden finden sich im Laden nicht zurecht, fühlen sich bedrängt oder suchen vergeblich nach den Informationen, die sie sich wünschen. Solche ungünstigen Gegebenheiten können dazu führen, dass die Kunden das Geschäft trotz guten Sortiments und höchster Qualität wieder verlassen, ohne etwas gekauft zu haben.

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Erfolgreiche Ladengestaltung: Welche Ebenen sollten berücksichtigt werden?

Wie verkaufsfördernd und kundenbindend die Ladengestaltung eines Geschäfts wirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Zielgruppe – Bedürfnisse erfüllen

Besonders wichtig ist die Zielgruppe. Ob jemand eine Tüte Milch kaufen oder einen teuren Designer-Anzug aussuchen möchte, spielt eine maßgebliche Rolle für Verkaufsraum-Design, Visual Merchandising und visuelles Marketing. Die Konzeption eines Stores sollte sich deshalb immer an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Diese bilden die Basis für alle Ebenen, auf denen Inhaber die richtigen Akzente setzen können.

Ladenlayout – Navigation des Kundenstroms

Beim Ladenlayout geht es in erster Linie darum, wie Kunden durch das Geschäft navigieren. Durch die Anordnung von Regalen, Tischen und anderen Präsentationsflächen wird der Kundenverkehr gezielt gesteuert. Dafür steht im Ladenbau eine Vielzahl von Layouts zur Auswahl. Besonders häufig genutzt werden:

Rennstrecke

Beim Rennstrecken-Layout wird der Kunde auf einem einzelnen Weg durch den Store geführt und muss alle Stationen ablaufen.

Free-Flow

Beim Free-Flow-Konzept kann sich der Kunde gänzlich frei im Raum bewegen.

Raster

Das Raster-Layout ist aus den meisten Supermärkten bekannt: Die Regale sind so angeordnet, dass man sich zwischen den einzelnen Reihen im Zickzackkurs hindurchbewegt.

Wie der Kundenstrom vom Eingangsbereich durch das Sortiment bis hin zu den Kassen gesteuert werden sollte, bestimmen viele verschiedene Faktoren – darunter Kundenbedürfnisse, Ladengröße, Grundriss und Sortiment.

Blickrichtung – intuitives Verhalten berücksichtigen

Kundenlaufstudien haben gezeigt, dass Einkäufer sich nach dem Betreten eines Geschäfts vorzugsweise nach rechts orientieren. Um bei der Ladengestaltung die richtigen Akzente zu setzen, bietet es sich an, den Kundenstrom entgegen dem Uhrzeigersinn durch den Store zu leiten. Außerdem empfehlenswert: Wichtige oder neue Produkte sowie digitale Technologien wie Touchscreens oder Bildschirme sollten, mit Blick auf die Laufrichtung, vorrangig auf der rechten Seite platziert werden.

Zoneneinteilung – starke und schwache Verkaufszonen

Ein gelungenes Ladenbau-Design zeichnet sich nicht alleine durch eine gute Navigation des Kundenstroms aus. Wichtig ist auch die Gestaltung der Verkaufsflächen und Zonen eines Stores. Im stationären Einzelhandel wird zwischen starken und schwachen Verkaufszonen unterschieden.

Zone Schaufenster

Die erste wichtige Zone eines jeden Geschäfts ist das Schaufenster. Hier werden die Weichen dafür gestellt, ob ein Endverbraucher den Laden betritt oder nicht.

Bremszone hinter der Einkaufstür

Hinter der Eingangstür folgt die sogenannte Dekompressions- oder Bremszone. Hier kommt der Kunde an, kann sich sortieren, vielleicht einen Einkaufskorb in die Hand nehmen und sich in “kauffreudige Stimmung” begeben. Ein cleverer Ladenbau platziert in dieser Zone entsprechend keine Verkaufsregale oder Displays – diese werden Studien zufolge nämlich kaum bis gar nicht wahrgenommen.

Verteilte Zonen im Laden

Weitere Zonen verteilen sich über den gesamten Laden. Grundsätzlich gilt: Die Ladengestaltung in verschiedene Zonen ist eng mit der Warenpräsentation verknüpft und bedarf demgemäß einer ausführlichen Planung.

Platzangebot – Raum zum Wohlfühlen schaffen

Kein Kunde möchte sich in einem Laden wie in der sprichwörtlichen Sardinenbüchse fühlen. Der Raum zwischen den Gängen sollte deshalb im Shopdesign berücksichtigt werden und angemessen groß sein. Wie groß, hängt auch von den Produkten ab, die im Store präsentiert werden. Spezialisten im Ladenbau schaffen dabei nicht nur eine angenehme Shopping-Atmosphäre, sondern berücksichtigen außerdem, dass manche Gegenstände mehr Platz benötigen, um optimal auf den Kunden zu wirken.

Sinnesempfindungen – Store Design als Erlebnis

Gelungener Ladenbau bietet eine Ladengestaltung, die dem Kunden ein Wohlfühl-Erlebnis verspricht. Dabei kommt es nicht nur auf die Aufteilung der Ladenfläche und die Produktpräsentation an. Eine optimal designte Ladengestaltung geht noch einen Schritt weiter: Sie spricht im Sinne des Neuromarketings auch die Sinnesempfindungen der Kunden an, z. B. mit:

  • Beleuchtung,
  • akustischen Reizen,
  • Raumdüften.

All das kann dafür sorgen, dass sich der Besuch eines Stores für den Kunden vom einfachen Einkauf in ein Erlebnis verwandelt. Entscheidend sind individuelle Lösungen, die dezent stimulieren und nicht überfordern.

Fazit: Individuelle Konzepte sind ein Muss für eine gelungenes Store Design

Eine ganzheitliche Ladengestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen der Kunden und bezieht mehrere Ebenen ein. Der erste Eindruck wird bereits bei der Gestaltung der Schaufenster festgelegt. Walk & Feel im Geschäft, Ladeneinrichtung mit Design und Platzierung der Möbel sowie die Ansprache aller Sinne sind ebenfalls maßgeblich. Ohne entsprechende Planung verpuffen viele verkaufsfördernde Möglichkeiten ungenutzt. Die Ladengestaltung in professionelle Hände mit langjähriger Erfahrung abzugeben, ist deshalb oft die beste Idee.